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Fliegenfischen im Südosten Englands
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Lake Bewl - Das achtarmige Monstrum
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Bewl Water offers quality trout, from boat or bank... Mit diesem Spruch wirbt eine kleine Broschüre über Lake Bewl. Auf gut Deutsch: Hier ist tolles Forellenangeln möglich, egal ob vom Boot oder vom Ufer. Der Richtigkeit dieses Werbespruches würden wir heute noch auf den Zahn fühlen... Bewaffnet mit einer 5er und mein englischer Angelkollege mit einer 7er Rute, den richtigen Fliegen und einer ordentlichen Portion Optimismus machten wir uns auf den Weg zum Stausee. Nach einem kurzen Fußmarsch durch eine grüne Frühlingswiese machten wir unsere Ruten fertig, knoteten nicht zu dünne Vorfachspitzen an und wählten die Fliegen. Ich befestigte eine kleine grünliche Montana am Ende meiner monofilen Leine. "Das Wasser ist hier nicht allzu tief, also musst du bei dem Sonnenschein weit raus" wies mich mein ortskundiger Mitangler noch einmal in die Beschaffenheit des Gewässers ein. Also: ein paar Leerwürfe, ein fast perfekter Doppelzug und ich lies die Nymphe, erstaunt über meinen eigenen Wurf in fast 30Metern Entfernung in das tiefblaue Wasser niedersegeln. Leine straffen,
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| 2-pfüngige Regenbogenforelle im Drill |
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| Da ist Sie! Eine feiste Forelle aus dem See. |
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10 Sekunden warten um die Nymphe absinken zu lassen und anschließend konnte das ganze Spiel losgehen: die Nymphe einstrippen, Leine anheben, auswerfen und das ganze wieder von vorne. Nachdem wir über eine Stunde das Ufer abgefischt hatten spürte ich den erhofften Schlag in der Rute. Eine "Trout" hatte sich an der Fliege vergriffen die ich in einen grell orangen Streamer ausgetauscht hatte. Doch ich hakte den Fisch
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nicht und wollte deshalb entmutigt die Leine einholen. Ich kam jedoch nicht dazu: sofort spürte ich einen weiteren Schlag in der Rute. Ich hob die Rute an und diesmal saß die Fliege fest im Maul der Forelle. Die Forelle ließ sich schnell herankurbeln und ich dachte schon ich hätte ein untermäßiges "Forellchen" gehakt, bis das Wasser vor meinen Füßen plötzlich explodierte: es folgte sofort eine Flucht ins Backing. Jetzt war ich froh, das die Fliege an einer O.20er Vorfachspitzte hing mit einer Tragkraft von 7 Pfund (5 Pfund Tragkraft sind am Lake Bewl vorgeschrieben) und ich so genug Druck ausüben konnte. Nach ein paar weiteren Fluchtversuchen ließ sich der Fisch über den Kescher ziehen und entpuppte sich als eine schöne Regenbogenforelle von ca. 2 1/2 Pfund. Die Fische waren also da und Sie bissen. Obwohl wir leider ein bisschen unter
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| Hier konnte auch ich eine Forelle überlisten. |
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| Diese Nassfliege verführte eine "Rainbow" |
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Zeitdruck standen fischten wir weiter: nach 10 weiteren Minuten hakte auch mein Angelkollege Martin eine "Rainbow" wie die Engländer sagen und wenig später ließ sich eine herrlich gefärbte Forelle etwa von dem Gewicht des ersten Fisches landen. Da unser Abendbrot gesichert war und wir mit dem Fangergebnis zufrieden waren, ließen wir es auf sich beruhen und fuhren nach Hause nachdem wir unseren Fang in der Fishing Lodge vermerkt hatten.
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Spring Hill Trout Waters
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Am zweiten Tag sollte es an einen kleinen See gehen, der neben dem natürlichen Bestand auch noch mit fangfertigen Regenbognern besetzt wird. Als wir am Wasser ankamen, waren schon die Ringe und Spritzer von fressenden Fischen an der Oberfläche zu sehen und ab und zu katapultierte sich einmal eine kapitale Forelle aus dem Wasser. Dieses Gewässer beinhaltete auf jeden Fall Fisch, daran bestand kein Zweifel. Leise machten wir unsere Ruten fertig und berieten über die richtige Fliegenwahl. Wir wählten beide unbeschwerte Nymphen, da die Fische direkt unter der Oberfläche standen. So fischten wir das Ufer ab und strippten unsere Nymphen gaaaaaanz langsam ein. Nach einer halben Stunde sah ich plötzlich aus dem Augenwinkel wie sich Martins Rute bog. Eine gut massige Forelle hatte sich die kleine Nymphe geschnappt und lieferte einen kurzen aber heftigen Wiederstand. Als der Fisch an Land war, wollte ich wieder meine Fliegenrute in die Hand nehmen, die ich zum Keschern der Forelle abgelegt hatte. Doch ich kam nicht dazu: Schon wieder hörte ich ein lautes surren
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| Das Gewässer: Spring Hill Trout Waters |
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| Diese Forelle biss auf eine kleine Montana. |
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der Fliegenrolle und als ich mich umdrehte stand Martin da und drillte mit einem breiten Grinsen die nächste massige Forelle aus. Nachdem auch dieser Fisch gelandet und versorgt worden war gab mir Martin die Fliege und forderte mich mit einem "Try that" auf Sie anzubinden. Ich folgte der Aufforderung und tatsächlich: sofort kam ein Biss eines Fisches der sich aber wieder aushakte und nachdem ich eine kleine Rotfeder wieder zurück gesetzt hatte kam ich auch einmal in den Genuss eines ordentlichen Drills. In der nächsten Stunde verlor Martin noch einen Fisch, aber dann war ich wieder am Zug: An meiner Schnur |
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befand sich ein kleiner Emerger mit der Hakengröße 16. Ich zupfte ihn mit in Millimeterschritten ans Ufer als er plötzlich mit einem kaum merklichen Ring an der Oberfläche verschwand. Sofort hob ich reflexartig die Rute an, eigentlich viel zu ruckartig (manchmal geht der Hechtangler mit mir durch) aber trotzdem saß die Fliege. Was nun los ging, war ein Drill auf Biegen und Brechen. Einerseits musste ich dafür sorgen dass das Vorfach nicht riss, andererseits bestand die Gefahr dass sich der Fisch im Schilf verfing. Nach einer gefühlten guten Stunde und geschätzten 10 Minuten konnte ich dann endlich eine ermattete Regenbogenforelle zum Ufer ziehen. Wenig später hielt ich überglücklich den Brocken von ca. 55cm in den Händen. Aber unser Fanglimit war schon voll, deshalb wurde der Fisch schonend wieder in sein Element zurückgesetzt. Nachdem Martin noch eine durchschnittliche Forelle gefangen hatte machten wir uns zufrieden mit unserem Abendessen auf den Heimweg.
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| Noch eine Forelle gefangen auf eine Nassfliege. |
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© Maximilian Ehlenz
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