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Report: Norwegen
norwegischer Lachsfluss
Alles begann, wie so viele Urlaube, mit einer langen Autofahrt. Das schwedische Flachland zog an mir vorbei, so monoton, dass ich am liebsten ein Nickerchen gehalten hätte, um von den vielen dicken Fischen zu träumen die mich hoffentlich in Norwegen erwarten würden. Aber der viele Kaffee den ich getrunken hatte, hinderte mich daran. Also ging es weiter, durch Nadelwälder und Wiesen, Auentäler und Sandsteingebirge. Langsam änderte sich die Landschaft und plötzlich, nach der Durchfahrt durch einen 8km langen Tunnel kam es einem vor, wie als hätte man einen Schritt in eine andere Welt gemacht. Nachdem wir halt auf einem Parkplatz gemacht hatten, konnte ich mich nicht zurückhalten, packte meine Fliegenrute
aus und badete den Streamer in den Fluten eines kleinen norwegischen Flusses. Schon nach kurzer Zeit biss mein erster norwegischer Fisch, eine Steinforelle. Es folgten drei weitere und nach circa einer halben Stunde spürte ich erstmals richtig Zug am anderen Ende der Schnur. Etwas Größeres hatte die kleine Fischimitation gepackt und zog erstmal 70 Meter Backing von der Rolle. Trotz der heftigen Gegenwehr des Fisches und der starken Strömung konnte ich bald den Fisch landen. Die vermeintliche Forelle entpuppte sich als kleiner Lachs von ca. 3 Pfund der aber an der 5er Rute einen wirklich harten Kampf geliefert hatte. Beim letzen Wurf (vermutlich hätte ich aber wenn ich dann doch nichts gefangen hätte jedoch noch mehrere letzte Würfe gemacht) fing ich dann noch eine stattliche Forelle. Das war das Ende der Kaffeepause und ich packte ein.

´Nachdem wir weitere drei Tage gegen Norden gefahren waren, erreichten wir Bodö. Wir suchten uns einen Campingplatz am Salzstraumen, dem stärksten Mahlstrom der Welt. Dieser ist bekannt für seinen großen Fischreichtum an kapitalen Seelachsen. Um es vorweg zunehmen, kapitale Fische fing ich nicht aber dafür erlebte ich viele spannende Drills von wilden Köhlern an der leichten Streamerrute.

Nachdem wir einen Abstecher über die Lofoten gemacht hatten ging es wieder mit dem Auto zurück. Doch diesmal eine andere Route, nämlich vorbei am Namsen und anderen Lachsflüssen: natürlich auch zum Angeln. Obwohl Ich etliche Mahle meine Fliege in den Fluten der Flüsse badete, ich fing trotzdem keinen richtigen Lachs mehr (außer dem Halbstarken am Anfang der Tour). Dafür mussten aber mehrere kleine Bachforellen hinhalten. Trotzdem habe ich hier die Stimmung an einem Wasserfall der großen Lachsflüsse aufgefangen (Bild ganz oben). Fazit: Norwegen ist als Angel und Nichtangelland absolut zu empfehlen. Die Landschaft ist einfach beeindruckend und vielerorts besteht sogar für völlig Ungeübte fast Fanggarantie. Einen Nachteil jedoch hat Norwegen: Alles ist extrem teuer!!! Mein Entschluss jedoch steht fest: Ich werde auf jeden Fall wiederkommen wenn ich kann!

norwegische Forelle
Fliegenfischen im Fjell
der Saltstraumen
© Maximilian Ehlenz