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Barbenfischen am Rhein
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Nachdem die Entscheidung wo wir unseren Angeltag verbringen und welche Fische wir fangen wollten, zu Gunsten des Barbenfischens am Rhein gefallen war, machten wir uns samt unserem Angelkram auf den Weg zu einer Barbensession. Am Rhein angekommen, entpuppten sich die Verhältnisse jedoch leider nicht als optimal. Aufgrund der extremen Hitze führte der Rhein sehr wenig Wasser. Was jedoch noch viel schlimmer war: ebenfalls auf Grund der extremen Hitze hatte 50 m entfernt von unserem Angelplatz eine Strandbar aufgemacht - wie schauerlich!!! ;-) Trotzdem ließen wir uns nicht die Stimmung vermiesen, jetzt wo wir so viel Publikum hatten, mussten wir ja auch schließlich zeigen, dass wir auch Fische fangen können. Also bauten wir unseren Angelplatz auf, und schon bald war der erste Käsewürfel am Haar samt dazu gehöriger Montage in den Fluten des Rheins versenkt.
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War da nicht was? Kritischer Blick an die Rutenspitze: hatte es da nicht ganz leicht gezuckt? Die Antwort darauf kam kurze Zeit später: auf einmal verneigte sich die Rute mit einer tiefen Verbeugung, während die Bremse in einem Affenzahn Schnur freigab. Ein Glück, das mein Angelkumpan Stefan die Bremse nicht so fest gedreht hatte ( Ansonsten hätte er wohl der Barbe mitsamt Rute, Rolle und Montage im Schlepptau nachschwimmen können). Also nahm Stefan die Rute in die Hand, Fühlung auf und der Fisch saß.
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Nach ein paar Minuten des Wiederstandes konnte ich dann Stefans Barbe keschern (übrigens Stefans zweite) der mit zittrigen Händen den Haken löste. Die Barben waren also da - und noch viel wichtiger: sie waren auch in Beisslaune. Also Rute neu beködern, auswerfen, in den Rutenständer ablegen und auf den nächsten Biss warten. Der sollte nicht lange auf sich warten lassen. Eine knappe Viertelstunde später, ging das Spiel wieder von vorne los: Die Rute verneigte sich, die Bremse Stefans Rolle
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surrte laut, und der Fisch zog im Eiltempo davon. Nachdem Stefan auch diese Barbe ausgedrillt hatte ( zwar kein Riese, aber immerhin so um die 60cm) blieb mir nur wieder der Undankbare Job des Kescherns und nachdem Stefan den Fisch versorgt hatte, das Fotografieren. Ich hatte fast schon den Glauben an meinen saftigen, aromatisch duftenden und schmackhaften Käsewürfel verloren, welcher an einem Haarvorfach leicht in der Strömung tänzelte um jegliche Barben (vorzugsweise natürlich die Großen)
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zu verführen, die zufällig des Weges kämen. Aber anscheinend gibt es auch unter den Barben besonders dumme Exemplare und eines dieser verblödeten Viecher schnappte sich dann endlich den Köder. Dadurch kam ich dann nach einem genauso heftigen Biss wie bei Stefans Barben dann auch einmal in den Genuss einen Fisch zu drillen. Wenig später konnte ich den Fisch dann landen. Da gibt man als Fotograf doch gerne einmal die Kamera aus der Hand!
Barbenfischen kann ja sooooo schön sein!!!
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Wir fingen an dem Tag zwar noch jede Menge Barben, aber es war keine einzige wirklich Große dabei. Fazit: auch wenn keine Riesenbarben bissen, ein absolut lohnender Trip. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, auch wenn er an diesem Tag seinem Ruf nicht ganz gerecht wurde, der Rhein ist ein Fluss der immer wieder auch für kapitale Fische gut ist.
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© Maximilian Ehlenz
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